Betriebssport geht immer

Wirtschaft und Sport haben mehr miteinander zu tun, als man gemeinhin denken mag.

In der direkten Arbeit im Betrieb sollte Sport eine Rolle spielen, so weit, so bekannt. Der Sport hat nicht nur einen erwiesenermaßen positiven Effekt auf die Leistungsfähigkeit, macht glücklich und hält fit. Die Unternehmen können auch viel KnowHow aus dem sportlichen Betrieb zeihen. Das berichten drei Menschen, die Betriebssport ganz groß schreiben.

UNTRENNBAR VERBUNDEN
Wirtschaft und Sport sind untrennbar miteinander verbunden“, stellt Christian Golob, Geschäftsführer von Nuntio Audio-Video-Solutions klar. Zielsetzung, Planung und Umsetzung sind in beiden Feldern enorm wichtig. Golob weiß das, ist er doch selbst Allroundsportler und hat sogar in Graz Sportwissenschaften studiert. Sein Unternehmen lebt den Sport zudem: „Die Nuntio Audio Video Solutions GmbH ist Sponsor und Unterstützer des Fußball Clubs FK Austria Wien.

Ebenso sind wir Sponsor des Basketball Clubs BC Hallmann Vienna.“ Viele Mitarbeiter der Firma sind in der Freizeit sportlich aktiv, es dominieren allgemeines Fitnesstraining, Fußball, Tennis, Biken und vor allem eine Sportart: „Im Bereich Badminton haben wir seit Jahren Bundesligaspieler in unseren Reihen.“ Doch damit hört man bei Nuntio nicht auf, wie Golob weiter zu berichten weiß: „Die Nuntio hat ein hauseigenes Gym, das jedem Mitarbeiter zur Verfügung steht. Außerdem werden Geschicklichkeitsspiele angeboten.“ Da macht der Geschäftsführer auch gerne Sport, wenn es sein soll auch im kleinen Wettkampf, die sorgen „zwischendurch für Aufheiterung und besonders gute Stimmung, es macht mir immer wieder Freude, mich mit jungen Mitarbeitern in diversen Bereichen zu challengen.“ Es wundert wenig, dass Nuntio das Teambuilding nicht nur in Seminarräumen statt finden lässt, sondern auch im Gym, am Badmintonplatz oder am Fußballfeld.

GYMNASTIK IST WICHTIG!
Ähnlich sieht das auch Andreas Schenkermayr, der für die Bawag PSK arbeitet und selbst seit fünf Jahren als Obmann die Geschicke des Sportklubs leitet. Betriebssport hat er von Anfang an gemacht: „Ich bin 52 Jahre alt und seit 33 Jahren im Unternehmen tätig. Fast genauso lang bin ich bei unserem Betriebssportklub aktiv. Zu Beginn vorwiegend in unserer Tennis- und Schisektion und in den letzten 20 Jahren hauptsächlich in der Golfsektion.“ Dort ist man durchaus erfolgreich.

Bei den ABGA Bankenmeisterschaften im Golf stellte man den Bruttosieger und erreichte brutto den dritten Platz. „Der Betriebssport wird in unserem Unternehmen sehr gut angenommen. Ich bekomme als Obmann unseres Sportklubs zahlreiche positive Rückmeldungen. Seitens der Geschäftsleitung und unseres Betriebsrates werden wir auch finanziell unterstützt“, führt Schenkermayr aus. Dabei sind moderne Bewegungsabläufe genau so gefragt wie klassische Sportarten: „In unserem Unternehmen ist die Nachfrage nach unseren Laufveranstaltungen und den Angeboten im Gymnastikbereich (Pilates, Zumba, Wirbelsäulengymnastik, etc.) im Moment am höchsten.“

Was er besonders am Betriebssport schätzt? „Dass man mit Kolleginnen und Kollegen auch abseits des Berufsalltags unter Gleichgesinnten seinem Hobby nachgehen kann. Im Rahmen des Betriebssports sind zahlreiche, langjährige Freundschaften entstanden und auch einige Paare haben sich gefunden.“

AUCH ALS EINZELUNTERNEHMERIN MÖGLICH
Dass Betriebssport nicht unbedingt an die Größe des Unternehmens gebunden ist, zeigt das Beispiel von Kineke Mulder.

Die Grafikdesignerin ist Einzelunternehmerin, hat mit ihrem Mann nur einen Angestellten. Sie hilft als passionierte Schachspielerin mit, Turniere zu organisieren und kennt auch den Wert der Bewegung, wenn man wie sie von zuhause aus arbeitet: „Ich rudere leidenschaftlich gerne und gehe ins Fitnesscenter. Mein Mann macht seinen Sport am Arbeitsplatz in der Wohnung. Er programmiert, ich mache Grafikdesign. Das heißt, wir machen beide sitzende Tätigkeiten, schauen immer auf kurze Distanz in den Bildschirm.

Wenn ich rudern gehe, dann schaue im immer in die Weite. Das ist dann sehr fein, zusätzlich zur Bewegung selbst.“ Der Arbeitsalltag der Einzelunternehmerin, die von zuhause aus arbeitet, sieht dann so aus: „Für mich ist das Schöne, dass ich mir alles einteilen kann. Vormittags beantworte ich E-Mails, mache Dinge fertig oder führe administrative Tätigkeiten aus. Wenn akut nichts ist, dann fahre ich Mittags in den Ruderverein oder ins Fitnesscenter. Wenn man eine kreative Blockade hat, ist das super, wenn man sich die Zeit nehmen kann, um Sport zu machen. Mein Mann macht das ähnlich.

Er schaut nach dem Aufstehen, was sofort zu tun ist, dann macht er mit einer Website seine Übungen für Gymnastik, Kraft und Beweglichkeit – jeden Tag so 30, 40 Minuten.“

ES GEHT IMMER
Man sieht also, dass Bewegung am Arbeitsplatz immer möglich ist, vor allem dann, wenn man es selber machen will und auch das Angebot gegeben ist. Dabei ist es letztlich egal, wie groß der Betrieb ist.

FOTO: Golf Week

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