Das ist ja sehr sozial

Egal ob Bank, Klinik oder Lebensmittelsicherheit – Betriebssport verbindet.

Der Betriebssport vereint verschiedene positive Effekte für eine Firma. Mag sein, dass es den einen Chef gibt, der mehrheitlich durchrechnet, dass so und so viele Krankenstände weniger anfallen, seit man sich engagiert. Allzu viele werden es nicht sein. Denn die Branche ist beinahe egal, sei es ein großer Finanzdienstleister wie die Erste Bank, das Landesklinikum Mauer oder die Erber Group aus dem Bereich Futter- und Lebensmittelsicherheit: Allen drei Firmen ist gemein, dass sie den sozialen Aspekt gar nicht hoch genug einschätzen können.

KAPITAL?!
Humankapital ist ein modernes Wort, das eigentlich die Menschen meint und im Grunde etwas daneben klingt. Aber Claudia Hajdinyak von der Erber Group kann das bes­tens erklären: „Unsere Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital. Körperliches und geistiges Wohlbefinden ist eine Grundvoraussetzung für die Motivation und Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter. Der Erber Group ist es daher ein Anliegen, die Mitarbeitergesundheit mittels Eigenverantwortung aktiv zu fördern.“ Ähnlich formuliert es Rupert Rieder, der 21 Jahre lang in den unterschiedlichsten Funktionen an der Spitze des Freizeit- und Sportvereins der Erste Bank tätig war: „Die Verbindung Arbeit und Gesundheit hatte immer einen hohen Stellenwert innerhalb der Erste Bank.

Den MitarbeiterInnen stehen zwei verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Das Gesundheitszentrum bietet allen MitarbeiterInnen einerseits die Möglichkeit, an zahlreichen, von bestens ausgebildeten Trainern geführten Sport- und Entspannungskursen wie Zirkeltraining, Pilates oder Yoga direkt in den Räumlichkeiten des Unternehmens teilzunehmen und andererseits im Krankheitsfalle die Hilfe von Ärzten, Psychologen und Therapeuten anzunehmen. Und dann gibt es den Freizeit- und Sportverein.“

IM VEREIN!
Dieser wurde von Mitarbeitern der Erste Bank gegründet. Ähnlich lief es im Landesklinikum Mauer ab, wie Johanna Fehringer, Obmannstellvertreter BSG-Union-Mauer, erzählt: „Die Betriebssportsportgemeinschaft Union Mauer wurde 1972 von Bediensteten des Landesklinikums Mauer ins Leben gerufen. Die BSG-Union-Mauer ist eine perfekte Symbiose zwischen Dienstgeber und Dienstnehmer, die von beiden Seiten erfolgreich angenommen wird.“ Alle Gesprächspartner zeigen sich ob der Annahme der Angebote begeistert, vor allem im Freizeitsport.

Hajdinyak von der Erber Group meint: „Eines unserer Highlights war die Teilnahme am Vision Run 2018 – 30 sportlich motivierte Kollegen nahmen teil. Des Weiteren hat die Erber Group im letzten Jahr an der NÖ-Firmenchallenge von SPORT.LAND teilgenommen und wir konnten uns den ersten Platz in der Kategorie Großunternehmen holen.“ In Mauer gibt es 1000 Mitglieder in 15 Sektionen, bei der Erste Bank geht es von Fußball, Fitness, Schifahren bis zu Tanz, Schach, Laufen und noch viel mehr.

SEHR SOZIAL
Bei der Erber Group weiß man auch um einige wichtige Aspekte, die neben der Gesundheit im Vordergrund stehen: „Als Familienunternehmen ist es uns ein Anliegen, neben dem beruflichen Miteinander auch ein soziales Miteinander unter den Kollegen zu schaffen.“ Fehringer vom Landesklinikum in Mauer sieht das ähnlich: „Der soziale Aspekt stellt für mich ein weiteres großes Plus dar. Man lernt sich auch außerhalb des Arbeitsbereiches kennen, zu schätzen und besser zu akzeptieren.“

Auch für das gehobene Management wie bei Rupert Rieder spielt das eine Rolle und noch mehr. Er ist schließlich als Bereichsleiter „Retail Öster­reich“ der Erste Bank für den gesamten Filial- und Digitalvertrieb verantwortlich: „Die verschiedenen Angebote bieten immer wieder die Möglichkeit eines ungezwungenen Austauschs zwischen unterschiedlichen Mitarbeitergruppen und die dadurch ermöglichte innerbetriebliche Vernetzung wirkt sich definitiv positiv auf das Arbeitsklima und die Produktivität aus.“

SPORTFREUND
So werden dann aus den Kollegen aus dem Marketing, dem Oberarzt oder dem Manager im letzten Stock wiederum ganz normale Menschen. Schließlich zählt im Sport dann doch der Wettkampf und weniger, ob man mit dem Polo oder dem Mercedes in die Arbeit kommt. So meint Johanna Fehringer abschließend: „Das gemeinsame Training, der gemeinsam ausgetragene Wettkampf, das Zusammensitzen nachher bei einem Getränk fördert den Kontakt aus den diversen Berufsgruppen unseres Klinikums und trägt einen nicht unwesentlichen Teil zur Förderung eines guten Betriebsklimas bei.“

Und Rupert Rieder, gerade aus den Funktionen im Sportverein scheidend, setzt noch eines drauf: „Ich persönlich blicke auf unzählige positive Momente zurück und bin meinem Unternehmen sehr dankbar, dass mir über Jahrzehnte die Möglichkeit geboten wurde, ein gesundes und ausbalanciertes Leben zu führen.“

FOTO: ÖBSV

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