Das Sportrechte-Dilemma des ORF

Das Livesport-Angebot im Fernsehen verlagert sich zusehends hin zu den Pay-TV-Anbietern. Vor diesem Hintergrund lud Color of Sports ORF-Sportchef Hans Peter Trost zum Gespräch.

Anlässlich der aktuellen Entwicklung hinsichtlich der Vergabe von TV-Übertragungsrechten im Sportbereich und der damit einhergehenden Reduktion des Livesportangebots im Free-TV bat Color of Sports ORF-Sportchef Hans Peter Trost zum Interview. Auch die Rechte an der österreichischen Bundesliga gingen dieser Tage an Sky; um kolportierte 34 Mio. Euro pro Saison in den ersten vier Jahren sowie 41 Mio. Euro pro Saison für die darauffolgenden vier Jahre.

Color of Sports: Herr Trost, wie beurteilen Sie die Situation aus der Sicht eines öffentlich-rechtlichen TV-Senders?
Hans Peter Trost: Uns hat das in keinster Weise überrascht! In diesem Geschäft muss man mindestens vier bis sechs Jahre vorausdenken. Das gilt besonders für den ORF, der Gebührengelder erhält, die natürlich per Gesetz so sparsam wie möglich eingesetzt werden müssen. In der Vergangenheit konnten wir viele Rechte nur deshalb günstig erwerben, weil wir langfristige Strategien hatten und außerdem gut vernetzt waren bzw. sind. Das hat sehr gut funktioniert. Jetzt ist die Situation aber so, dass die Live-Berichterstattung, die ja per se ein knappes Gut ist, ein Riesengeschäft geworden ist. Die Rechte beschränken sich längst nicht mehr nur auf das Live-Event an sich, sondern auf Gesamtpakete rund um die Veranstaltungen mit zahlreichen Werbeflächen. Es ist daher wenig überraschend, dass diese Geschäftsfelder auch entsprechend genutzt werden.

CoS: Kann der ORF angesichts dieser Summen da noch mit?
Trost: Heute geht es immer mehr in die Richtung, dass Kapitalgeber mit allen möglichen Geschäftsmodellen im Hintergrund in die Geschichte investieren und damit hohe Margen erzielen…

Lesen Sie die ganze Story in der aktuellen COLOR OF SPORTS – Ausgabe.

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FOTO: Peter Suwandschieff

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