Der ASVÖ feiert seinen 70er

Der ASVÖ begeht sein 70-Jahr-Jubiläum. Trotz der Vorfälle um den vorigen Sportminister bzw. der Verschiebung einiger Anliegen dadurch ist der ASVÖ für die Zukunft gut gerüstet.

Es war im Juni 1949, als der Allgemeine Sportverband Österreich, kurz ASVÖ, an den Start geschickt wurde, um mittels gezielter Förderung die Basis des heimischen Sports zu unterstützen. „Sport ist ein wesentlicher Faktor in unserer europäischen Gesellschaft. Er ist und bleibt ein unverzichtbarer Baustein in Erziehung und Integration, dient der medizinischen Prävention, vermittelt körperliches Wohlgefühl, Spaß und sorgt nicht zuletzt für den Aufbau positiver Werte“, lautet etwa die Einleitung des Leitbildes des ASVÖ, der gleich vom Start weg 506 Vereine unter seinem Dach vereinte. Heute, 70 Jahre danach, sind es mehr als das Zehnfache; nämlich 5.400 (siehe Factbox). Unter anderem Sportidole wie Annemarie Moser-Pröll, Franz Klammer, Toni Innauer oder Anita Wachter sind in ASVÖ-Vereinen groß geworden. Um die Leistungen des Verbands der letzten Jahrzehnte zu dokumentieren, brachte der ASVÖ dieser Tage auch eine Jubiläumsausgabe seines Magazins heraus: „70 Jahre ASVÖ“.

ANLIEGEN VERSCHOBEN
„Die Verbände und Vereine hatten in den letzten Jahren sehr große Herausforderungen zu bewältigen, wie ein neues Sportgesetz, zeitliche Begrenzung von Vereinsfesten, Registrierkassenpflicht oder die Datenschutz-Grundverordnung“, betont Konsulent Siegfried Robatscher, der seit 2005 als ASVÖ-Präsident fungiert. „Da hatten wir sehr viel Aufklärungsarbeit und Beratung zu leisten.“ Aber auch die Vorfälle rund um Ex-Sportminister ­H.-C. Strache haben dazu geführt, dass „wichtige sportpolitische Anliegen stillgelegt bzw. verschoben wurden“, so ASVÖ-Generalsekretär Paul Nittnaus auf Anfrage. Dazu zählen vor allem die Valorisierung der Bundes-Sportförderung, die Einführung der angekündig­ten Online-Sportwettenabgabe als zusätzliche Finanzierungsquelle für den Sport sowie die Ausrollung der täglichen Bewegungs- und Sporteinheit im Primarschulbereich bzw. die Übernahme der Finanzierung durch den Bildungssektor. Aber auch die steuerliche Begünstigung für Sportvereine sei nun auf hold.

Bis zur Bildung einer Regierung nach den Wahlen im September wird wieder Zeit verstreichen, was natürlich unangenehm ist“, so Nittnaus weiter.

Nichtsdestotrotz sehen sich die Verantwortlichen des ASVÖ auch für die kommenden Herausforderungen bestens aufgestellt.

FOTO: ASVO

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