DFB macht eSoccer

Der DFB macht nun in Sachen eSport doch ernst und möchte für eSoccer sogar die eigenen Satzungen ändern.

Noch im März hatte DFB-Präsident Reinhard Grindel gepoltert: „Fußball gehört auf den grünen Rasen und hat mit anderen Dingen, die computermäßig sind, nichts zu tun.“ Diese Ansicht scheint er revidiert zu haben, wurde doch jüngst bekannt, dass der deutsche Fußballbund nun doch in den eSport einsteigen möchte.

KONSOLE STATT KARTEN
„Früher haben Fußballer im Vereinsheim Karten gespielt. Warum sollen sie sich nicht auch auf der Konsole messen?“, wird Grindel nun in der Sportbild zitiert. Dazu ist eine Statutenänderung notwendig, um die Spiele FIFA und Pro Evolution Soccer im Rahmen des Verbandes als Bewerbsspiele aufzunehmen. Diese Satzungsänderung kann beim nächsten DFB-Bundestag im September 2019 beschlossen werden. Vom Modus her dürften die Wettkämpfe erst auf Landes-, später auf Regional- und zuletzt auf Bundesebene bestritten werden.

PARTNERSUCHE
Es ist wohl davon auszugehen, dass die eSport-Initiative des DFB breite Zustimmung finden wird. So hat der süddeutsche Verband den eSport bereits im Mai in seinen Satzungen verankert. Alleine wird man eSoccer aber nicht stemmen können. Laut Informationen der Sportbild haben die Dienstleister Electronic Sports League (ESL) und der Zocker-TV-Produzent eSportstudio bereits Konzepte abgegeben. Der allgemeine Hintergrund der eSport-Bemühungen des Fußballbundes: zurückgehende Mitgliederzahlen. Laut einer verbandsinternen Analyse sind die meisten, die man verliert, zwischen 11 und 19 Jahre alt – also genau im besten Alter für eSport.

FOTO: GEPA Pictures

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