DFB: Neuer Bewerb

Der DFB möchte einen neuen eSport-Bewerb etablieren.
Dieser soll parallel zu den Pokalspielen ausgetragen werden.

Noch vor einem Jahr hatte Ex-DFB-Präsident Reinhard Grindel ordentlich gegenüber dem eSport­ ausgeteilt. Grindel nannte es „absolute Verarmung“, Fußball gehöre „auf den grünen Rasen und hat mit anderen Dingen, die computermäßig sind, nichts zu tun“. Nun scheint dem DFB klar zu werden, dass man sich gegen die neue Sportströmung nicht wehren kann, und man geht in die Offensive. Verbandsinterimsboss Rainer Koch kündigte auf der SPOBIS an, dass man einen möglichst breitenwirksamen Bewerb schaffen möchte.

OFFENER WETTKAMPF
Grundsätzlich soll jeder an dem Bewerb teilnehmen können, ein Fokus liegt aber, eben parallel zum DFB-Pokal, auf den rund 24.500 Vereinen in Deutschland, die auch eingebunden werden sollen. Rund um die Pokalspiele sollen Teams gegeneinander antreten. Gegenwärtig befindet sich der Fußballbund in Gesprächen mit Electronic Arts, der Publisher zeichnet für das bekannte Spiel FIFA Soccer verantwortlich.

ABER FUSSBALL!
Eine generelle Öffnung gegenüber eSport auch abseits von fußballbezogenen Titeln möchte der deutsche Fußballbund aber nicht vollziehen, auch wenn einzelne Klubs bei Spielen wie etwa League of Legends Teams stellen. Insofern stellte Koch auch klar, dass es bei Fußballspielen im eSport bleiben wird: „Der DFB sollte sich um alles kümmern, was zum Fußball dazugehört.“ Immerhin würden auch viele Fußballprofis und -amateure in ihrer Freizeit auf Konsolen Fußball spielen.

FOTO: GEPA Pictures

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