Erst im 21. Jahrhundert rufen wir die Nachhaltigkeit ins Leben?!

Wie nachhaltig arbeiten wir im Sport? Welchen Stellenwert hat unsere Umwelt bei Sportevents? Auch im Sport ist es möglich ökologisch zu arbeiten! Wer diese Aussage kritisiert, möchte sich nicht weiter mit diesem Thema auseinandersetzen.

WARUM NACHHALTIGE ARBEIT IM SPORT?
Dieses Thema wird uns in den nächsten Jahren begleiten und wenn wir die Begeisterung am Sport an die nächste Generation weitergeben möchten, müssen wir etwas tun und dürfen dieses Thema nicht mehr ignorieren. Bei einem Gipfeltreffen der UN im Jahr 2015 wurde die „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ unter dem Titel „Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ beschlossen. 193 Mitgliedstaaten der United Nations verpflichten sich auf die Umsetzung der Agenda 2030 mit 17 umweltbewussten Entwicklungszielen, die sogenannten „Sustainable Development Goals“, oder kurz SDG, auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene bis 2030 hinzuarbeiten.

Leider leistet auch die Sportwelt ihren Beitrag zu den Folgen, die Klimawandel und Co. schon heute zeigen. Uns sollte dieser Umstand bewusst sein, egal welche Organisation, alle sind für den aktuellen Zustand mitverantwortlich. Zahlreiche Sportvereine, Sportverbände, aber auch Dachverbände achten nicht auf Punkte, wie zum Beispiel Mülltrennung, Energieverbrauch, umweltfreundliche An- und Abreise, Alternativen zur Werbematerialien oder Reduktion der CO2-Emissionen. Vielmehr rücken Themen wie SponsorInnen oder Fördergelder in den Vordergrund. Überlegen wir uns doch einfach, wie viel Strom für eine Hallenbeleuchtungen/ Fußballstadien gebraucht wird oder wie viele ländliche Ressourcen für Formel 1 Rennfahrzeuge benötigt werden, wie viele Bäume für die Wintersportarten abgeholzt werden müssen oder wie viel Müll bei einer großen Sportveranstaltung produziert wird? Die Umweltbelastung, die durch diese Sportevents hervorgerufen wird, darf nicht mehr als selbstverständlich betrachtet werden.

Inwiefern überlegen wir uns die angeführten Punkte, wenn wir eine Meisterschaft planen oder wenn eine Sportanlage errichtet wird, wenn Sportausrüstungen produziert werden müssen, wenn eine Verpflegung für Fans aber auch für AthletInnen zur Verfügung gestellt werden muss? Gehen wir mit vorhandenen Ressourcen sorgsam um? Ist auch der Sport für Naturkatastrophen verantwortlich? Warum verwenden wir noch Plastikflaschen und Plastikbecher? Wir könnten hier unendlich viele Punkte aufzählen, die verbessert werden müssen. Die Frage ist, wann wollen wir beginnen? Schritt für Schritt müssen wir uns überlegen, wo wir nachhaltig arbeiten können. Selbst bei den einfachsten rudimentärsten Dingen passieren uns gravierende Fehler – Stichwort „Mülltrennung“.

Der ÖBSV formuliert für sich selbst nun Stichpunkte, die bei der eigenen Planung der Meisterschaften so gut es geht eingehalten werden müssen, um der Umweltbelastung entgegenzuwirken und einen Beitrag zum nachhaltigen Arbeiten zu leisten:

  • Wegwerfgeschirr vermeiden (Flaschen, Dosen, Verpackung)
  • Alternativen zur Werbematerialien in Printversion
  • Ausschankmöglichkeiten (keine Plastikflaschen)
  • Austragungsort in der Nähe von öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Mülltrennung
  • Verpflegung, durch regionale und saisonale Produkte
  • Wenn Strom und Wasseranschluss vor Ort vorhanden, diese in Anspruch nehmen
  • Papierurkunden durch digitale Version ersetzen
  • Nachhaltige Produktion von unverzichtbaren ÖBSV-Materialien
  • Einhaltung der 17 SDGs

FOTO: Getty Images

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