Grenzgänge

Beim Sportgipfel Tirol diskutierten Sportlerinnen die Männerdomäne Sport.

Das Rennen in St. Anton am Arlberg im Jänner musste abgesagt werden, der 1. Sportgipfel Tirol fand aber dennoch statt. Das Thema: „Sportliche Grenzgänge – Pionierinnen in Männerdomänen“. Die Gäste: Katrin Müller-Hohenstein (ZDF-Sportmoderatorin), Monisha Kaltenborn (erste Teamchefin in der Formel 1), Nadine Wallner (jüngste Freeride-Weltmeisterin), Nina Ortlieb (Weltcup-Läuferin) und Sophia Flörsch (Automobil-Rennfahrerin). Und die Damen hatten im von Lukas Schweighofer moderierten Talk sehr viel über ihre jeweiligen Grenz-
gänge zu erzählen. Insgesamt steht wohl eine Aussage von Monisha Kaltenborn sinnbildlich für die Grenzgänge. Die ehemalige Sauber-Rennchefin (2010–2017) meinte: „Man muss härter im Nehmen sein, muss sich immer noch ein Stück weit mehr beweisen!“

ROLLE DER MEDIEN

Ein heißes Thema war letztlich auch die Rolle der Medien rund um den Themenkomplex Frauen und Sport. „Es ist doch ein Wahnsinn, dass wir darüber sprechen, ob Frauen ein Fußballspiel oder ein Skirennen moderieren dürfen“, entrüstete sich ZDF-Moderatorin Müller-Hohenstein. Auch das Thema Preisgelder wurde diskutiert, gehe es doch wohl auch um Einschaltquoten. Allerdings müsse bei Sportarten auch differenziert werden, wie  Rennfahrerin Flörsch meinte: „Im Motorsport ist jeder gleich – denn dem Auto ist es egal, ob es von einem Mann oder einer Frau bedient werde. Ich zum Beispiel überhole ja meistens Jungs!“ Der 1. Sportgipfel Tirol soll freilich nicht der letzte gewesen sein, nachzusehen ist er auf arlbergkandaharrennen.org. Die zweite Ausgabe soll dann am 9. Jänner 2020 über die Bühne gehen, denn die Veranstaltung war ein voller Erfolg.

FOTO: Arlberg Kandahar Renner/APA-Fotoservice/Hetfleisch

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