G’sund g’arbeit

Sport in der Firma klappt in großen und in kleinen Unternehmen. Sie erzählen, wie!

Egal ob ein sehr kleines Team wie bei der kleinen Nachhaltigkeists-Lobby-Firma Shifting Values, bei einem großen Player wie Karriere.at oder eine Insitution wie der Österreichischen Nationalbank: Betriebssport mit all seinen Facetten ist für viele mittlerweile ein Muss. Dabei geht es positive Erfahrungen miteinander, die Menschen kennen zu lernen, mit denen man einen Großteil des Tages verbringt – und letztlich sind gesündere Mitarbeiter zufriedener und auch seltener krank..

Color of Sports hat mit diesen Unternehmen gesprochen und sie berichten ihre ganz unterschiedlichen Maßnahmen, wie sie es erreichen, dass sich ihre Mitarbeiter für sich selbst und miteinander bewegen können.

BEWEGUNG IM ALLTAG
„Unsere Mitglieder haben die Möglichkeit an regelmäßigen Bewegungsprogrammen teilzunehmen“, erzählt Günther Mayer von der Nationalbank. Es gibt regelmäßige Workshops, bei denen Übungen vermittelt werden, wie Bewegung im Alltag einfließen kann. Weiters bietet man verschiedene Gruppenstunden an, mit beispielsweise Yoga oder Intervalltraining. Doch auch eine kleine Firma wie Shifting Values lässt sich Dinge einfallen. „Bewegung beginnt bereits am Weg zum Arbeitsplatz. Wir nutzen das Rad, den Roller oder gehen zu Fuß. Am Arbeitsplatz kann jeder zwischen einem Sitz- und Steharbeitsplatz spontan wechseln, sowie auch abwechselnd Arbeitssessel und Sitzball nutzen. Pausen sind flexibel und individuell bestimmt. Gymnastik ist jedem selbst überlassen“, erzählt Nicolas Entrup. Und eine große Firma wie Karriere.at? Tobias Prietzel erklärt, wie man es angeht: „Bei karriere.at sorgt ein eigenes Gesundheitsteam dafür, dass sich jeder im Unternehmen wohlfühlt. Wir sind überzeugt: Gesündere Mitarbeiter sind auch zufriedenere Mitarbeiter. Es ist daher für uns eine Selbstverständlichkeit, dass Bewegung in unseren Firmenalltag integriert ist – wir haben regelmäßige Yoga-, Planking-, Lauf- und auch Tischfußballrunden.“

NICHT NICHT KRANK
Prietzel geht es zwar freilich auch darum, dass die Mitarbeiter, wenn sie gesünder sind, weniger Tage im Krankenstand verbringen. Das Gemeinsame steht aber im Vordergrund: „Die Teilnahme an unterschiedlichen Wettbewerben beschert unseren Mitarbeitern  nachhaltige Erfolgserlebnisse – egal ob es sich um den Linz-Marathon, den Businesslauf oder die Österreichischen Betriebssport-Meisterschaften im Tischfußball handelt.“

Auch Günther Mayer will diesen Aspekt im Vordergrund wissen: „Unser oberstes Ziel ist es, unsere Mitglieder in der Gruppe zu motivieren.“ Etwas anders sieht es bei der kleinen Firma Shifting Values aus: „Es wäre übertrieben, wenn ich sage, dass wir regelmäßig gemeinsam sporteln. Wichtig ist, dass die Kollegen das Angebot zur Verfügung haben und wissen, dass sie die Freiheit haben, sich aktiv zu bewegen, Auszeiten zur Bewegung zu nehmen. Flexibilität in der Zeiteinteilung sind mit Sicherheit förderlich für Kreativität und Produktivität.“

NOCH MEHR TUN
Doch bei den bestehenden Maßnahmen wollen es alle drei nicht belassen. Natürlich gibt es quasi öffentliche Angebote wie gemeinsame Marathons, den Business-Run, die Meisterschaften des Betriebssport sowie das, was die Firmen selbst machen, etwa einen Gymnastiksaal bei der Nationalbank oder den Karriere.at-Skitag. Überhaupt sind letztere sehr weit mit ihren Maßnahmen: „Das karriere.at-Gesundheitsteam evaluiert die gesetzten Schritte regelmäßig und adaptiert das Angebot kontinuierlich auf Basis aktueller Trends. Besonders gefragt sind Anregungen unserer Mitarbeiter – sie bringen buchstäblich Bewegung in unseren bereits umfangreichen Maßnahmenkatalog und dem haben wir beispielsweise Poolbikes zur freien Verfügung, zwei Stand Up Paddles zum Ausleihen oder kostenloses Wakeboard-Training am nahegelegenen Feldkirchner Badesee zu verdanken.“ Bei der Nationalbank ist auch einiges in Planung: „Einer der wichtigsten Maßnahmen – wir kämpfen seit Jahren darum – wird die Implementierung einer hauseigenen Bewegungszone sein.

Viele vergleichbare Unternehmen sind auf diesen Zug des „nahen Trainierens“ bereits aufgesprungen. Wir sind der absoluten Überzeugung, dass sehr viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ein Trainingsangebot im Hause sehr begrüßen würden. Darüber hinaus wollen wir zukünftig gemeinsame Trainingstage bzw. –kurse für unsere 31 Sektionen mehr forcieren und natürlich dementsprechend auch finanziell unterstützen.“

Bei Shiftin Values will man dann sogar noch mehr: „Wir möchten anbieten, beim HomeRun im Rahmen des Vienna City Marathons zur Unterstützung der Arbeit der VinziRast für die Betreuung obdachloser Menschen.“ Egal ob großes oder kleines Unternehmen – Bewegung während und rund um die Arbeit ist möglich!

FOTO: ÖBSV

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