Hauptsache Sport

Betriebssport hat viele Aspekte: Sport, Soziales und Wirtschaftlichkeit. Aber nicht nur.

Entschließt sich ein Unternehmen dazu, Betriebssport zu implementieren, dann geht es um mehrere Dinge. Neben dem Aspekt, dass ein fitter Mitarbeiter meistens ein zufriedener ist, lernt man sich beim gemeinsamen Sporteln einfach auch besser kennen. Und letztlich ist es auch so, dass diese beiden Aspekte dazu führen, dass gesunde, gern arbeitende Menschen auch in der Regel weniger Krankenstandstage haben. Diesen Umstand umschreibt beispielsweise Monika Elbert von der Hypo Niederösterreich: „Ein direkter Zusammenhang wurde bis dato noch nicht analysiert. Grundsätzlich sind unsere Krankenstandzahlen rückläufig.“

So ähnlich sieht das auch Andreas Kovacs, Boss des kleinen Unternehmens myTFB!: „Unsere Mitarbeiter nehmen das Angebot sehr gut an und treffen sich regelmäßig in Pausen oder nach längeren Sitzungen, um sich gemeinsam aufzulockern.“

DER SPORT
Im Vordergrund steht freilich stets der Sport, auch wenn „Betrieb-“ davor steht. So auch bei den Wiener Linien, wo Schachspieler Andreas Fischer seit Jahren engagiert ist. „Wir spielen in der höchsten Betriebsliga Wiens und sind ziemlich erfolgreich, spielen immer um die vordersten Ränge mit“, erklärt er. Der Kultur- und Sportverein der bediensteten der Wiener Linien, kurz KSV, hat unzählige Sektionen. Manchmal kommt aber die Arbeit dazwischen: „Es wird darauf geschaut, dass es mit den Arbeitszeiten zusammen passt. Eine Garantie dafür gibt es aber nicht, weil wenn die Dienste eingeteilt sind, kann der Fahrer nicht an der Runde teilnehmen.“

Bei der Hypo NOE werden ebenfalls zahlreiche Sportarten angeboten: Bergsport, Fußball, Gesundheitssport (z.B. Wirbelsäulengymnastik, Yoga) Golf, Langlauf, Laufen, Rad, Segeln, Ski und Snowboard, zum Teil inklusive Meisterschaften. Aufgelegt ist der Sport beim Tischfußballpartner myTFB!. „In unserem Unternehmen arbeiten wir hauptsächlich mit Tischfussball als Betriebssportmittel“, erklärt Kovacs, „Sonstige sportliche Aktivitäten unserer Mitarbeiter, außerhalb des Betriebes, unterstützen wir so gut wie möglich.“

DAS SOZIALE
Der soziale Aspekt ist freilich nicht zu verachten. „Bei jeder gemeinsamen Aktivität, abseits vom Arbeitsalltag, finden die Menschen leichter zusammen. Bei uns hat sich Tischfussball etabliert, da es von Allen, unabhängig von Alter, Größe, Geschlecht und Gewicht ausgeübt werden kann“, führt Kovacs weiter aus. Auch für die Hypo NOE ist dieser Aspekt sehr wichtig, sieht man sich die angebotenen sportlichen Aktivitäten an. Monika Elbert erklärt: „Bei all diesen Veranstaltungen steht der gemeinsame Spaß am Sport im Vordergrund.“ Auch bei den Wiener Linien stimmt das: „Es schweißt zusammen, es ist Abteilungs-übergreifend, man zieht an einem Strang.“ Dazu vielleicht ein gutes Beispiel: Andreas Fischer spielt nach wie vor Schach bei den Wiener Linien, arbeitet aber selbst nicht mehr dort. Das zeigt, dass man auch über die Arbeitsstelle hinaus Freunde findet, mit denen man gerne Zeit verbringt.

Kovacs bringt es auf den Punkt: „Die gemeinsamen Aktivitäten führen zu einem deutlich besseren Betriebsklima und fördern vor allem die betriebsinterne Kommunikation und den Zusammenhalt. Die Mitarbeiter und auch die Geschäftsführung lernen sich auf einer persönlicheren, emotionaleren Ebene kennen.“

DIE WIRTSCHAFTLICHKEIT
Wer Sport anbietet oder diesen fördert, weiß natürlich auch wie eingangs erwähnt, dass ein fitter Mitarbeiter auch weniger krank ist. Monika Elbert von der Hypo NOE meint hierzu: „Bei all diesen Veranstaltungen steht der gemeinsame Spaß am Sport im Vordergrund. Der wirtschaftliche Faktor wurde bis dato in unserem Unternehmen nicht erhoben. Klar ist aber, dass ein fitter Körper und ausgeglichener Geist sich nicht nur positiv auf das Wohlbefinden, sondern auch auf die Leistungsfähigkeit auswirken.“ Wichtig in dem Zusammenhang ist auch das Committment der Unternehmen, Betriebssport anzubieten.

Bei der Hypo sieht es so aus: „Es gibt durch das Bestehen des Betriebssportvereins ein klares Bekenntnis des Konzerns zum Mitarbeiter-Sport. Die Aktivitäten werden vom BSV gefördert und zu einem großen Teil finanziert.“ Die Wiener Linien haben ihren eigenen Kultur- und Sportverein und auch ein kleines Unternehmen kann sich viel vornehmen, wie Andreas Kovacs meint: „Geplant sind nun auch regelmäßige Betriebsausflüge mit Wandern, Radfahren, Skifahren und so weiter sowie die Teilnahme an diversen Betriebssportmeisterschaften.“ Wenn das alles weiter verfolgt wird, dann werden die zuständigen Stellen mit Sicherheit feststellen, dass Betriebssport auch einen wirtschaftlichen Faktor hat. Neben dem ganzen Spaß.

FOTO: ÖBSV

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