Kein Dach für Puma

Obwohl Puma kürzlich einen Deal mit einem eSport-Team geschlossen hat, will man die Aktivität derzeit nicht ausbauen.

Erst Mitte Jänner wurde bekannt, dass der deutsche Sportartikelhersteller Puma das „League of Legends Championship Series“-Team Cloud9 unterstützt. Der Deal erstreckt sich vorerst auf das Frühjahr 2019, und es ist offen, wie es weitergeht. Für Puma ist das aber kein Grund, nun groß im Markt Deutschland, Österreich und der Schweiz im eSport aktiv zu werden, wie Silja Hintz, Head of Sales DACH von Puma, auf dem Spobis erklärte.

NICHT GEPLANT

Zwar wolle sich Puma definitiv einer jüngeren Zielgruppe annähern, den eSport sieht man dabei aber nicht als Kernfaktor im DACH-Markt. eSport ist zurzeit für uns im DACH-Markt kein Fokus“, erklärt Hintz und meint weiter: „Die Partnerschaft ist aus einem regionalen Markt entstanden, das heißt aber nicht, dass wir das auf dem deutschen Markt auch machen.“

ANDERE SCHON

Andere Sportartikelhersteller wiederum sind sehr wohl im eSport aktiv, etwa Intersport oder auch Adidas. Letztere weiteten erst im Jänner ihr Engagement aus, machten einen Deal mit der französischen Crew „Team Vitality“. „eSport expandiert an allen Fronten, sei es medial oder geschäftlich. Die Partnerschaft mit Adidas bestätigt den Trend“, erklärt Team-Vitality-Chef Fabien Devide. Puma möchte sich hingegen auf die Themenkomplexe Fußball, Running/Training/Fitness sowie Lifestyle-Fashion konzentrieren. Im Fußball liege der Fokus vor allem auch auf dem regionalen Sponsoring, so Hintz. So stattet Puma über 350 Breitensportvereine in Deutschland aus. Wie lang man noch nicht auf eSport setzen kann, ist eine andere Frage.

FOTO: GEPA

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