Mindful statt Mind Full

Immer schneller, immer effizienter, immer stressiger – diese Tendenz lässt sich in der heutigen Arbeitswelt beobachten. Das führt unter anderem zu höherem Stressempfinden, steigenden Krankenständen und einem Ungleichgewicht der Work-Life-Balance. Gleichzeitig ist auch der Trend zu mehr Achtsamkeit im Alltag erkennbar. Man macht Yoga und sehnt sich nach „Zeit für sich“. Dass sich diese zwei Bewegungen nicht ausschließen müssen, zeigt das Angebot von Business Yoga und Achtsamkeitsvorträgen. So bieten zunehmend mehr Unternehmen für ihre MitarbeiterInnen eine Yogastunde pro Woche vor Arbeitsbeginn bzw. auch in der Mittagspause an und erhoffen sich dadurch entspanntere, zufriedenere und motiviertere Mitarbeitende. Zurecht!

Zahlreiche Studien renommierter Universitäten belegen den Nutzen von Yoga. So fand z.B. die Yale University einen „Anti-Stress-Effekt“ von Yoga und laut UCLA hat Yoga noch positivere Effekte auf Stimmungsschwankungen als Ausdauersport. Zusätzlich wird die Flexibilität vergrößert, der Körper gedehnt und zugleich gekräftigt. Auch der Geist darf während Yoga verschnaufen und Pause machen. Schließlich liegt der Fokus beim Üben im Hier und Jetzt, Achtsamkeit wird geschult und dadurch eine höhere Lebenszufriedenheit sowie Körperbewusstsein erreicht.

Der erste Schritt ist bekanntlich der schwerste, um mit etwas Neuem zu beginnen. Doch – nichts leichter als das. Denn Achtsamkeit beginnt bereits bei der Atmung. Ein kleiner Tipp für den Büroalltag, sollte der Druck steigen, das Stresslevel unermesslich hoch werden und die Konzentration nachlassen: ATMEN, ATMEN, ATMEN! Für ein paar Atemzüge die Augen schließen, bewusst in den Bauch einatmen und dabei bis 4 zählen. Atem kurz halten und anschließend durch die Nase ausatmen und bis 6 zählen. Dies für ein paar Runden wiederholen.

Effektives und Wohltuendes kann so einfach sein!

FOTO: Julia Andorfer

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