Sanierungsplan

Die Sportinfrastruktur in Österreich ist ein viel kritisiertes Thema, dem nun seitens der Verantwortlichen vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Im September 2018 haben die Vorbereitungen für ein großangelegtes Sportprojekt der Stadt Wien begonnen; und bis Ende 2019 will die Bundeshauptstadt mit dem Sportstättenentwicklungsplan eine Strategie vorlegen, in der alle Sportstätten in den Bereichen Breiten-, Spitzen- und Trendsport Berücksichtigung finden (die Stadt verwaltet rund 3,5 Mio. Quadratmeter an Sportflächen). Die Erstellung des Konzeptes erfolgt unter Federführung der MA 51 in Kooperation mit dem ÖISS und sportfachlichen Vertretern der Dach- und Fachverbände, auch der Wiener Landessportrat ist eingebunden. Die ersten Etappen sind bereits abgeschlossen. „Als erster Schritt wurde eine Aktualisierung des Wiener Sportstättenatlas vorgenommen, nun wird der Bedarf analysiert und Ziele entwickelt“, so MA-51-Leiter Anatol Richter.

GENERALSANIERUNG

Die ersten Pläne wurden auch bereits präsentiert: „Die Wiener Rundsporthallen sind fast allen Wienerinnen und Wienern ein Begriff. Damit das auch so bleibt, investieren wir in die Modernisierung dieser Sportstätten. Die Hallen werden moderner, funktioneller und erhalten ein zeitgemäßes Erscheinungsbild“, klärt Sportstadtrat Peter Hacker auf.Als Pilotprojekt für die Generalsanierung der sechs städtischen Rundhallen werden in den kommenden beiden Jahren die Halle in der Steigenteschgasse in Kagran und die technische Ausstattung beinahe komplett erneuert. Vom Wiener Gemeinderat wurde dafür eine Förderung von 5,4 Mio. Euro (= 6,5 Mio. Euro nach Steuern und Gebühren) beschlossen. Für die Runderneuerung wurde ein Wettbewerb gestartet, den Architekt Harald Fux mit seinem Büro für sich entschied. Die Eröffnung ist für Herbst 2020 geplant. Ebenfalls präsentiert wurden von der Stadt Wien die Pläne für eine neue multifunktionale Mega-Arena für Großveranstaltungen in den Bereichen Konzert, Show, Entertainment und Sport. Als Standort für die neue Wien-Holding-Arena für rund 20.000 Menschen wurde Neu Marx gewählt. Nach den erfolgten Detailplanungen und der behördlichen Genehmigung des Projektes ist für das zweite Quartal 2020 die Ausschreibung des Generalunternehmers geplant. Der Spatenstich ist für 2021 vorgesehen.

NEUBAU IN DER KRITIK

Ein Großprojekt in Linz soll dem Fußball zu neuen Höhenflügen verhelfen. Das geplante LASK-Stadion am Standort Pichlinger See wurde per Antrag auf eine Änderung der Flächenwidmung bereits in die Wege geleitet. Allerdings nicht ohne Kritik an dem rund 45 Millionen Euro teuren Projekt hervorzurufen. Volksbefragung wird es in Linz dazu aber vorerst keine geben. SPÖ, ÖVP und FPÖ haben im zuständigen Ausschuss einen entsprechenden Antrag abgelehnt. Die Politik ist der Ansicht, dass nicht der Gemeinderat, sondern Bürgerinitiativen eine Volksbefragung initiieren sollten. Dafür wären 6.100 Unterschriften nötig. Aus fachlicher Sicht würden jedenfalls alle Gründe für eine Umwidmung vorliegen. Ein positiver Abschluss ist aber nicht vor 2020 zu erwarten. Erst danach käme es zum Bauverfahren.

ERFOLGREICH UMGESETZT

Bereits kurz vor der Eröffnung steht hingegen der neue Golfplatz der Therme Linsberg südlich von Wiener Neustadt. Gebaut wurde eine 18-Loch-Anlage, Par 70 mit 5760 Meter Länge, die von Golfplatzarchitekt Jeff Howes entworfen und von der Firma Pittel & Brausewetter gebaut wurde. Das gesamte Bauvorhaben umfasst auch ein umfangreiches Wohnbauprojekt: 19 Seevillen und Bungalows direkt am Ufer des privaten Badeteichs sowie zehn gekuppelte Seevillen und zwölf Reihenhäuser.

Als Top-Wintersport-Destination hat Tirol bereits einen Namen. Dieses Ziel möchte man künftig aber auch für den Sommersport erreichen. Mit der Rad- und der Kletter-WM setzte man jedenfalls erste Ausrufezeichen. Die Radwegeoffensive des Landes ist nun voll in Fahrt: 80 Kilometer Radwege wurden bereits auf den neuesten Stand gebracht oder neu gebaut, weitere 155 Kilometer folgen.

Eine neue Kletterdimension hat Tirol mit dem im vergangenen Jahr fertiggestellten Kletterzentrum Innsbruck erreicht. Dort stehen im Innen- und Außenbereich eine Kletterwandfläche von 5.700 m2, 500 Kletterrouten und 200 Bouldermöglichkeiten zur Verfügung. Dazu kommen noch 65 weitere künstliche Kletteranlagen.

FOTO: Raumkunst ZT GmbH

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