“Titel helfen nicht mehr weiter”

Hockey hat trotz großer Erfolge einen schweren Stand: Im TV ist man nur Ersatzprogramm, und die Sponsorensuche gleicht der Suche nach dem Heiligen Gral.

Kein Großereignis vergeht, in dem die österreichische Hockeynationalmannschaft der Herren nicht um die Medaillen mitspielt. Und keine Sekunde verstreicht, in der sich der Verband nicht um einen Hauptsponsor bemüht, der dem Sport zu dem Antlitz verhilft, das er sich durch die zahlreichen Erfolge schon längst verdient hätte. Doch Geldgeber sind Mangelware, denn der Hockeysport fristet in der öffentlichen Wahrnehmung ein Schattendasein. Color of Sports hat sich mit Sportmanager Peter Monghy getroffen und sich nach dem Titelgewinn bei der EM – und vor der anstehenden WM – nach dem Stand der Dinge erkundigt.

Color of Sports: Wie viele aktive Mitglieder hat der Verband, und wie sieht die Strategie und Weiterentwicklung des österreichischen Hockey aus?

Peter Monghy: In Österreich betreiben den Sport zirka 3000 aktive Spieler. Und das alles auf Amateurbasis. Es gibt aber keine Mannschaftssportart, in der Österreich mehr Erfolge gefeiert hat. Würde jetzt eine neue Weltrangliste veröffentlicht, wären wir in der Halle Erster. Die kommt aber erst nach der WM.

Eines unserer Ziele ist die Verbreitung als Breitensport. Und wir haben ganz hohe Ziele, was Olympische Spiele betrifft. Wir sind mittlerweile so gut aufgestellt, das wir zumindest professionelle Trainer anstellen. Das beginnt in der Jugendarbeit bei der U12 und U14. Woran es aber immer noch scheitert, ist das Geld. Wir suchen ständig Sponsoren, und es ist sehr ärgerlich, während Handball im Fernsehen live übertragen wird, spielen wir um die Europameisterschaft, und wenn das Skifliegen am Kulm nicht ausgefallen wäre, wären wir nicht einmal im TV zu sehen gewesen.

CoS: Hat der Sport in der öffentlichen Wahrnehmung den Stellenwert, der ihm gebührt?

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FOTO: ÖHV

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