Verschiedene Wege

Betriebssport läuft nicht in jedem Unternehmen gleich ab. Das ist auch gut so.

Es gibt Unternehmen, in denen hat der Betriebssport eine lange Tradition und es gibt zahlreiche Maßnahmen. Und dann gibt es jene Firmen, die sich erst auf den Weg begeben, Betriebssport umzusetzen. So lange alle gemein haben, dass die Angestellten und Chefs gemeinsam sporteln, ist das gut.

IMMER ETWAS ZU TUN
Jürgen Garschall kümmert sich bei Siemens um die bestriebssportlichen Belange. Die Firma ist sehr engagiert, was sportliche Angebote betrifft: „Hervorzuheben sind hier sicherlich der Seestadtlauf und das gemeinsame Ski-Event mit Kolleginnen und Kollegen. Übergeordnet gibt es den Kultur- und Sportverein, mit den Sportsektionen für Tennis, Segeln, Fußball, Gold, RADuaL, Amateurfunken, Tischtennis, Sportschützen, Tauchen, Schach, Kegeln und Gymnastik.“ Ein bisschen anders gestaltet sich die Sachlage bei der IKEA Austria GmbH. Dort organisiert die HR-Abteilung Yoga zu verschiedenen Terminen, vormittags oder nachmittags, wie Andrea Streb erzählt. Und dann gibt es den Wien Marathon, an dem man teilnimmt. Die Kosten werden von IKEA übernommen, es gibt Staffel- und Einzelläufer, das Laufdress wird gestellt, genau so wie die Verpflegung vor Ort. Andreas Dienstl von der MA48 erklärt, dass man ein Schachturnier veranstaltete und an Tischfußballturnieren teilgenommen wird. Maßnahmen in diese Richtung werden von der Personalvertretung organisiert.

UNTERSCHIEDE
Die Anforderungen sind in den verschiedenen Unternehmen freillich sehr unterschiedlich. Bei der MA48, also auch bei den sogenannten Mistküblern, ist der Job zumeist ohnehin schon körperlich anstrengend. Bei IKEA, wo man sich über vermehrte Teilnehmerzahlen bei den Yoga-Kursen freut, geht es im betrieblichen Sportangebot um richtige Bewegungen, weswegen die „Vortragende eine IKEA-Mitarbeiterin mit fachlich qualifizierter Ausbildung“ ist. Bei Siemens gibt es ein breiteres Angebot, darum auch verschiedenste Highlights. Garschall etwa betreibt Armlifting, eine Sportart aus dem Bereich Griffkraft. Diese wird ab 2020 auch im Betriebssportkalender aufscheinen. Wer die Sportart nicht kennt, kann sich gleich bei ihrem Präsidenten – Garschall selbst – informieren. Armlifting gibt es seit 2013 in Österreich. Ansonsten steht bei Siemens das Laufen im Vordergrund:  „Das nächste sportliche Highlight seitens Siemens wird sicher wieder der von Siemens organisierte bzw. gesponserte Seestadtlauf am 29.9., wo sich wieder viele Siemensianer und deren Freunde und Angehörige einfinden werden, um gemeinsam Sport zu machen.“

BEGEISTERUNG
Bei Jürgen Garschall merkt man die Begeisterung für Sport insgesamt: „Bei den allgemeinen Betriebssportmeisterschaften finde ich es hervorragend, dass so viele verschiedene Sportarten angeboten werden, ich selbst habe hier in diesem Jahr auch bereits bei Leichtathletik und Schach teilgenommen und es stehen ja auch noch bis zum Ende des Jahres einige an, wie beispielsweise Tischtennis, Bowling und Darts, wo ich mich auch schon auf die Teilnahme freue.“  So weit ist man bei IKEA Austria noch nicht, aber, wie Streb meint, das Unternehmen erkennt logischerweise den Wert: „Wir befinden uns im Anfangsstadium. Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass dem Unternehmen die Gesundheit der Mitarbeiter wichtig ist. Es ist ja eine Win-win-Situation: Ein gesunder Mitarbeiter trägt zum Erfolg und zu einer positiven Stimmung des Unternehmens bei!“ Auch bei der MA48 stehen 2020 einige Dinge an, sagt Andreas Dienstl: „2020 wollen wir unseren Mitarbeitern entsprechende Angebote liefern, diese werden jetzt aber erst geplant.“

AUF ZUM SPORTELN
Es wird spannend, was sich die Firmen einfallen lassen werden. Das Schlusswort kommt nun von Jürgen Garschall, der einen Höhepunkt 2019 anspricht: „Ein Highlight für mich persönlich in der jüngsten Vergangenheit war meine erstmalige Teilnahme mit einem Siemens-Team beim Businessrun, hier waren in Summe 32.000 Teilnehmer aus über 1000 verschiedenen Firmen am Start, also wirklich ein Vorzeigebeispiel in Sachen Betriebssport, da es ein tolles Erlebnis ist gemeinsam mit Kollegen zu laufen und sich im Anschluss auch mit Kolleginnen und Kollegen von anderen Firmen auszutauschen und zu networken.“

Es zeigt sich, dass viel möglich ist, wenn sich Personen hinter den Betriebssport klemmen und das Unternehmen selbst ein Committment abgibt, Betriebssport oder Bewegung während der Arbeit zu ermöglichen. Wer Jürgen Garschall eben zuhört, merkt, wie toll es sein kann, gemeinsam mit seinen Kollegen Sport zu betreiben, sich zu messen und gesund zu bleiben.

FOTO: GEPA Pictures

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