Weniger Steuer

BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer fordert eine Steuererleichterung für Sportler.

„Von den noch nicht der Entlastung der Arbeitskosten zugeordneten 300 Millionen Euro der Steuerreform, die von der Regierung für 2020 geplant sind, müssen unserer Ansicht nach mindestens 30 Millionen dem österreichischen Sport zugutekommen“, betonte Rudolf Hundstorfer, Präsident der Bundes-Sportorganisation (BSO), in einer Präsidiumssitzung der BSO.

Hundstorfer weiter: „Sport und Bewegung sind ein wesentlicher Wirtschafts- und gesellschaftlicher Faktor des Landes. Damit der Sport aber sein Potenzial noch besser ausschöpfen kann, braucht es bessere Rahmenbedingungen. Steuererleichterungen, u. a. durch eine Reduktion der Mehrwertsteuer auf Sportinfrastrukturkosten und die Ausweitung der Spendenbegünstigung auf den gemeinnützigen Sport, sind notwendige Impulse für eine dynamische Entwicklung des Sportsektors. Die Valorisierung der Besonderen Sportförderung (von derzeit rund 80 Millionen Euro jährlich, Anm.) ist darüber hinaus zum Ausgleich des Realwertverlusts von 18% seit 2010 längst fällig.“ Die Valorisierung könne durch eine Novellierung des Glücksspielgesetzes finanziert werden. Hundstorfer: „Wie im Regierungsprogramm festgelegt und von der BSO schon länger gefordert, wäre hier eine zweckgewidmete Abgabe auf Online-Sportwetten wünschenswert.“

WIRTSCHAFTSFAKTOR

Sport und Bewegung sind ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Sie erwirtschaften hierzulande direkt und indirekt 17 Milliarden Euro pro Jahr, schaffen 330.000 Arbeitsplätze und ersparen dem Staat 530 Mio. Euro an Gesundheitskosten – ebenfalls jährlich (vgl. SportsEconAustria-Studien).

FOTO: Gepa Pictures

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